Das Fernstudium

Immer mehr Menschen entscheiden sich zu einem Fernstudium, um die beruflichen Möglichkeiten zu erweitern. Allerdings wird mit dem Begriff häufig auch der Fernlehrgang umschrieben, der in der Regel innerhalb von wenigen Wochen absolviert werden kann uns folglich ein anderes Ziel verfolgt, als das klassische Fernstudium. Durch das Studium an der Fernuniversität möchte der Absolvent, beispielsweise im Fachbereich Sozialpädagogik, einen akademischen Titel erwerben. Unter www.fernstudium-sozialpaedagogik.org erhalten sie diesbezüglich weitere Informationen für den exemplarischen Studiengang.

Der organisatorische Ablauf des Fernstudiums:

Studentin lernt für ihr Studium

Eine junge Studentin beim lernen für ihr Fernstudium in ihrer Wohnung. © Gina Sanders - Fotolia.com

Das Fernstudium folgt einem anderen Prinzip, als es von Präsenzuniversitäten gewohnt ist. Anstatt dem Unterricht in Hörsälen zu folgen, erhält der Studierende die Unterrichtsmaterialien über den Postweg oder speziellen Internetplattformen, die von der jeweiligen Fernuniversität zur Verfügung gestellt werden. Ebenso findet ein Austausch via E-Mail statt. Es ist insoweit möglich, dass der Student den akademischen Titel auch im Ausland erwirbt. Um den Leistungsstand der Teilnehmer ab prüfen zu können, müssen die Hochschüler spezielle Einsendeaufgaben an ihren zugewiesenen Tutor schicken. Während der gesamten Studienzeit ist der Betreuer auch der erste Ansprechpartner für Fragen und Anregungen. Insoweit die Universität eine digitale Lehrplattform anbietet, können die Studenten auch untereinander kommunizieren. Des Weiteren müssen einige Seminare von den Studienteilnehmern absolviert werden, die häufig über Präsenzlehrgänge absolviert werden. Das bedeutet, dass die eingeschriebenen Studienmitglieder die geforderten Seminarleistungen direkt vor Ort ablegen müssen.

Die Grundvoraussetzung für ein Fernstudium:

Jede staatlich anerkannten Fernuniversität darf eigene Maßstäbe zur Aufnahme von Studierenden setzten. Die Hochschüler sollten über grundlegende Computerkenntnisse verfügen, da diese für den Austausch der Lehrereinheiten sowie für die Recherche im Internet notwendig sind. Außerdem sollten Studenten die Motivation mitbringen, damit sie bereit sind, das mitunter umfangreiche Lehrmittelangebot sorgsam durchzuarbeiten. Bevor sich der Interessent an einer Fernuniversität einschreiben kann, muss er in der Regel fachliche Qualifikationen nachweisen. Die Zugangsvoraussetzungen können in den einzelnen Bundesländern jedoch voneinander abweichen. Ein häufiges Aufnahmekriterium ist der Nachweis über die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Im Gegensatz zu Präsenzuniversitäten nehmen die Fernuniversitäten allerdings auch vermehrt Studenten auf, die bislang kein Abitur abgelegt haben. Insofern ist allerdings eine mehrjährige Berufspraxis unerlässlich, zudem muss sich der Ausbildungsberuf inhaltlich mit dem favorisierten Studiengang decken. Es ist beispielsweise nicht ohne Weiteres möglich, dass der gelernte Kfz-Mechaniker ohne Abitur das Studium der Sozialpädagogik aufnimmt. Interessenten sollten sich somit vorab mit den festgelegten Aufnahmebedingungen an der jeweiligen Fernuniversität auseinandersetzen.

Die organisatorische Abnahme von Prüfungen:

Während der Studiendauer müssen die Studierenden eine Vielzahl von Lehreinheiten bewältigen. Nachdem diese von Teilnehmer bearbeitet wurden, müssen sie dem zuständigen Tutor zugeschickt werden. Dieser bewertet die schriftlich verfassten Aufgaben, so dass dem Prüfling eine Note zugesprochen werden kann. Die Abschlussprüfungen werden dagegen nicht über den Postweg oder digitalen E-Mail-Verkehr absolviert. Da der Absolvent nach der erfolgreich abgelegten Prüfung einen akademischen Titel erwirbt, dürfen vor allem die Studierenden der Präsenzuniversitäten nicht benachteiligt werden. Dementsprechend findet die Abschlussprüfung entweder in einer kooperierenden Präsenzuniversität oder in den Räumen der Fernuniversität selbst statt. Insofern musste er Hochschüler am Prüfungstag persönlich zur Abnahme der Prüfungsleistung erscheinen.

Die Vor- und Nachteile des Fernstudiums:

Nachteilig ist, dass Studierende nur bedingt in einem persönlichen Kontakt zu Lehrenden sowie anderen Fachteilnehmen stehen. Der Kontakt erfolgt derweil auf dem Schriftweg, so dass viele Studierende eine gewisse Art der Anonymität beschreiben. Ebenso ist der Hochschüler selbst für den Ablauf seines Studiums verantwortlich. Zwar sind die Fächer pro Semester vorgegeben, den Stundenplan muss der Student allerdings selbst aufstellen. Dies bedeutet, dass von den Teilnehmern ein hohes Maß an Disziplin und Organisationstalent gefordert wird. Da die Kommunikation über technische Plattformen stattfindet, müssen sich Teilnehmer eigenverantwortlich um Peripheriegeräte kümmern. Damit werden zusätzliche Kosten zu den Studiengebühren und Mitfinanzierungskosten begründet.

Vorteilhaft ist demgegenüber, dass Teilnehmer Beruf und Hochschulstudium effizient miteinander kombinieren können. Allerdings sollte beachtet werden, dass mit dem Fernstudium zugleich eine zeitliche Mehrbelastung einhergeht. Da keine Wegstrecken zur örtlichen Universität zurückgelegt werden müssen, spart der Student viel Zeit und vor Kosten. Der Hochschüler ist in seiner zeitlichen Gestaltung frei, was sie mein hohes Maß an Flexibilität einbringt. Zuletzt sind die Abschlüsse der Fernuniversitäten staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass der Studierende seinem beruflichen Chancen erheblich verbessert. Hochschulabsolventen werden bevorzugt in aussichtsreichen Positionen eingesetzt. Ferner ist es häufig möglich, dass die Absolventen den Weg in die Selbstständigkeit ebnen.