Jobsuche nach dem Studium

Nach dem Studium träumen viele davon, ihr theoretisches Wissen auch direkt in der Praxis unter Beweis zu stellen. Doch damit das Studium nahtlos in eine Festanstellung übergeht, muss im Vorfeld einiges beachtet werden.

Umso früher, desto besser

Talente gesuchtDie Jobsuche kann eigentlich nicht früh genug beginnen. Im Idealfall überlegt man sich schon während des Studiums, wo man später einmal arbeiten möchte. Diese Unternehmen können bereits auf einem Zettel vermerkt werden. Es ist ratsam, sich immer wieder anzusehen, ob die favorisierten Unternehmen eine Stelle ausschreiben. Am besten tritt man spätestens dann in Kontakt mit dem Unternehmen. So kann man bereits während des Studium die Struktur und die Arbeitsweise kennen lernen. Da erfahrungsgemäß gerade während der Abschlussarbeit wenig Zeit bleibt, um nebenbei Bewerbungen zu schreiben oder gar Vorstellungsgespräche wahrzunehmen, ist es durchaus sinnvoll, das Semester vor der Abschlussarbeit dafür zu nutzen – oder gar noch früher. Jedoch ist es nicht ratsam, sich bereits nach einigen Semestern auf eine offene Stelle zu bewerben, denn zu diesem Zeitpunkt hat man als Student viel zu wenig Erfahrung und kann sein Wissen nicht richtig unter Beweis stellen.

Kontakte knüpfen ist das A und O

Jeder Student sollte während des Studiums mindestens ein Praktikum absolviert haben oder als studentische Aushilfe tätig sein. Oftmals sind Jobs beliebt, die nichts mit dem eigentlichen Beruf zu tun haben, da hier schnell und einfach Geld nebenbei verdient werden kann. Jedoch besteht hier die Gefahr, in der zum Studium passenden Branche keinen Fuß fassen zu können, da keine praktischen Erfahrungen vorliegen. Aus diesem Grund ist es wichtig, mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, um so auf sich aufmerksam zu machen. Dies gilt im besonderen Maße für alle Studiengänge, bei denen kein Praxissemester vorgesehen ist. Wer während des Studiums nicht die Zeit findet, um intensive Praktika zu absolvieren, der sollte zumindest in Erwägung ziehen, in den Semesterferien ein Praktikum abzuschließen. Dieses muss nicht immer lang sein und kann auch bereits nach wenigen Wochen ein Türöffner zum Traumjob werden.

Wo nach dem passenden Job suchen?

Wer bereits Praktika absolviert hat, kann auf erste Referenzen zurückgreifen und das Unternehmen noch einmal ansprechen. Dies gelingt auch am besten bereits deutlich vor dem Abschluss, da das Unternehmen einen so vormerken kann. Auch wenn man erste Kontakte geknüpft hat, sollte man sich niemals darauf verlassen, dass das Unternehmen einen auf jeden Fall einstellen wird – auch nicht, wenn es dies bereits angedeutet hat. Man sollte sich auch dann noch eine Hintertür offen lassen und im eigenen Interesse weitersuchen. Für alle, die keine praktischen Erfahrungen vorzuweisen haben oder bei denen die bereits bestehenden Kontakte keinen Job zu vergeben haben, für all jene gilt es, auch weiterhin Kontakte knüpfen. Dies gelingt am besten bei branchenspezifischen Veranstaltungen, wie beispielsweise einer Messe. Darüber hinaus ist es sinnvoll, auf Berufe-Portalen, wie Xing, unterwegs zu sein oder entsprechende Stellenangebote über die Zeitung oder das Internet zu suchen und sich auf offene Stellen zu bewerben. Auch eine direkte Nachfrage beim favorisierten Unternehmen kommt in jedem Fall gut an. Wer noch Orientierungshilfe benötigt oder nicht direkt etwas im entsprechenden Beruf findet, der kann auch die Akademikerberatung der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch nehmen. In jedem Fall gilt auch trotz frühzeitiger Bewerbungen und ausreichend Praxiserfahrung, nicht die Hoffnung aufzugeben, sollte es nicht auf Anhieb klappen. Wichtig ist, dass man dann am Ball bleibt und sein Kontakte-Netzwerk stetig ausbaut.